Kompoundr
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Kompoundr-Hilfe

Wie berechnet Kompoundr meine Rendite?

Warum "Endwert minus Startwert" nicht deine echte Rendite zeigt, und wie XIRR das korrigiert.

Stell dir vor, dein Depot stand am Jahresanfang bei 50.000 € und am Jahresende bei 65.000 €. Klingt nach 30 % Rendite — aber nur, wenn du zwischendurch nichts eingezahlt hast. Hast du in der Zwischenzeit 10.000 € eingezahlt, ist ein Großteil des Zuwachses schlicht dein eigenes Geld, keine Marktrendite. Genau dieses Problem löst Kompoundr mit dem internen Zinsfuß (XIRR).

Was XIRR anders macht

XIRR berücksichtigt den genauen Tag jeder Ein- und Auszahlung und rechnet sie aus der Renditeberechnung heraus. Nur das, was dein Geld tatsächlich am Markt erwirtschaftet hat, zählt als Rendite — unabhängig davon, wie viel du wann zusätzlich eingezahlt oder entnommen hast.

Was die Berechnung füttert

Zwei Datenquellen fließen ein:

  • Die Snapshot-Felder Eigenleistung, Erbschaft und Entnahmen — beim Anlegen eines Snapshots trägst du ein, was seit dem letzten Stand an neuem Geld dazukam oder abging.
  • Die Rendite-Erfassung — hier hinterlegst du pro Topf entweder einen Sparplan (regelmäßige Rate und/oder einzelne Einmalzahlungen mit Datum) oder einen Zinssatz für sichere Anlagen wie Tagesgeld. Das liefert Kompoundr die genauen Zeitpunkte einzelner Bewegungen, nicht nur die Summe pro Jahr.

Die Qualitäts-Anzeige verstehen

In der Rendite-Übersicht siehst du pro Topf ein Label:

  • Exakt — ein tagesgenauer Cashflow liegt vor (aus der Rendite-Erfassung oder einer erfassten Einmalzahlung im Snapshot). Die Rendite ist ein echtes XIRR.
  • Näherung — es liegt keine Cashflow-Angabe vor. Dann weist Kompoundr für diesen Topf gar keine Rendite aus, sondern zeigt „–". Der Grund: Ohne die Ein- und Auszahlungen wäre die gesamte Wertänderung als Rendite verbucht — bei einem Girokonto, über das im Jahr Zehntausende laufen, käme so eine dreistellige Prozentzahl heraus. Statt einer Zahl, der man nicht trauen kann, steht dort der Weg, sie zu bekommen.

So bekommst du überall "Exakt"

Trag deine Sparpläne und Zinssätze in der Rendite-Erfassung einmal ein und halte sie aktuell, wenn sich eine Rate ändert. Der Aufwand lohnt sich einmalig — danach rechnet Kompoundr bei jedem neuen Snapshot automatisch mit den echten Zeitpunkten weiter, ohne dass du pro Snapshot einzeln nachtragen musst.

Die hier berechnete Rendite ist eine von drei ähnlich aussehenden Zahlen in Kompoundr — Unterschied zu „Wachstum p.a." und „Multiplikator" auf der Portfolio-Übersicht: Rendite, Wachstum p.a. und Multiplikator — drei verschiedene Zahlen.