Woher Gewinnanteil und Steuersatz im FIRE- und Entnahme-Rechner kommen — und was die Schätzung bewusst nicht kann.
Im FIRE-Rechner und im Entnahme-Rechner zeigt die Kachel „Steuer auf Entnahme" einen geschätzten Steuersatz. Zwei Zahlen stecken dahinter: der Gewinnanteil deiner Entnahme und der Steuersatz, der darauf angewendet wird.
Nur der Gewinnanteil unterliegt der Kapitalertragsteuer, nicht die Entnahme als Ganzes. Kompoundr schätzt ihn aus der Anlagedauer: je länger dein Geld arbeitet, desto größer der Gewinnanteil am Endkapital (Formel in estimateGainRatio).
Die Anlagedauer setzt sich im FIRE-Rechner aus zwei Teilen zusammen: „Bisher investiert" (deine Eingabe) plus die verbleibenden Jahre bis zu deinem FIRE-Datum, die der Rechner automatisch dazurechnet — beides zusammen ergibt den Gesamthorizont, der in der Ergebnisbox als „nach … J." steht. Im Entnahme-Rechner ist die Anlagedauer direkt die eingegebene Anspardauer, da hier keine FIRE-Ansparphase existiert.
Auf den Gewinnanteil wendet Kompoundr die Kapitalertragsteuer (25 %) an, optional zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die KapESt) und Kirchensteuer (8 oder 9 %, je nach Bundesland) — alle drei einzeln zu- und abschaltbar.
Das ist eine Näherung, keine Steuerberatung. Nicht eingerechnet sind Sparer-Pauschbetrag (1.000 €), Teilfreistellung (30 % bei Aktien-ETFs) und Vorabpauschale — alle drei würden die tatsächliche Steuerlast senken. Eine vollständige Steuerberechnung ist als spätere Vertiefung vorgemerkt.