Kompoundr
Kompoundr
Kompoundr-Hilfe

Allokation: alle Positionen, Zielgewichte und Unterpositionen

Wo dein Vermögen heute liegt, welches Zielbild du dafür hinterlegst und wie Unterziele innerhalb einer Kategorie funktionieren.

Auf der Seite Allokation (/app/allokation) siehst du zuerst, wo dein Vermögen heute liegt — und kannst daneben ein Zielbild hinterlegen, gegen das kompoundr laufend vergleicht.

Was die Seite zeigt

Ohne eigenes Zielgewicht bleibt die Seite eine vollständige Bestandsübersicht: Gesamtvermögen, die Aufteilung in Wachstum, Sicherheit und Sonstige (jeweils als Anteil am Gesamtvermögen, „41 % des Vermögens" — anders als die Risikoverteilung, die Sonstige nicht mitzählt), und jede Asset-Klasse mit ihrem aktuellen Anteil — inklusive aller einzelnen Positionen zum Aufklappen. Ein Zielgewicht ist dafür nicht nötig; wer nur wissen will, wo sein Geld liegt, findet hier alles. Die Zeile „Ziel-Quelle" sagt dann „Kein Zielbild gesetzt", es gibt weder Ziel-Spalte noch Abweichung, und Sidebar und Mehr-Menü melden keine Klassen außerhalb der Toleranz.

Zielbild festlegen

Die Vorlage „80 / 20 Wachstum" im Editor ist nur ein Vorschlag. Zu deinem Zielbild wird sie erst, wenn du sie speicherst: Über „Zielbild festlegen" im Hinweis oder „Zielgewichte bearbeiten" wählst du eine Vorlage oder stellst die Gewichte manuell ein und klickst „Speichern" — auch eine unveränderte Vorlage zählt dann als Ziel.

Ab da ergänzt die Seite die Ziel-Spalte, die Abweichung je Kategorie in Prozentpunkten und Euro und die Risiko-Ebene. Weicht eine Klasse mehr als deine eingestellte Toleranz vom Ziel ab, zeigt ein Banner das und verlinkt auf die Rebalancing-Seite. Dasselbe Zielbild gilt für die Kachel Risikoverteilung im Dashboard: Speicherst du dort ein Ziel, gilt es auch hier als gesetzt.

Zielbild, Risiko-Ebene und Ist/Ziel je Asset-Klasse auf einen Blick. (Beispieldaten)
Zielbild, Risiko-Ebene und Ist/Ziel je Asset-Klasse auf einen Blick. (Beispieldaten)

Zielgewichte je Kategorie

Jede Anlagekategorie (Aktien, Anleihen, Tagesgeld, eigene Kategorien) bekommt ein Ziel in Prozent, alle zusammen müssen 100 % ergeben. Läuft eine Klasse separat (siehe unten), verteilen die Gewichte den Rest, also die Basis ohne die separaten Ziele. Die Seite zeigt daneben deine aktuelle Ist-Verteilung, damit die Abweichung sofort sichtbar ist.

Unterpositionen: Ziel-Prozente auch innerhalb einer Kategorie

Ein Klick auf eine Kategorie klappt sie auf, der Link darin öffnet die Unterpositionen-Ansicht. Denselben Einstieg findest du auch direkt im Editor „Zielgewichte bearbeiten" (Tab „Manuell"), unter jeder Kategorie mit Wert: „Unterziele aktivieren" bzw. „Unterziele bearbeiten" — deine noch nicht gespeicherten Zielgewichte bleiben dabei erhalten. In der Ansicht lässt sich „Unterziele aktivieren" — danach vergibst du Ziel-Prozente nicht nur für die ganze Kategorie, sondern für die einzelnen Positionen und Gruppen darin (z. B. 60 % Welt-ETF, 40 % Einzelaktien innerhalb „Aktien"). Die Positionen und Gruppen selbst legst du nicht hier an, sondern beim Bearbeiten des Snapshots über „In Positionen aufteilen" — auf dieser Seite verteilst du nur die Prozente darauf.

Änderst du im Snapshot nur den Gesamtwert einer aufgeteilten Kategorie, ohne die einzelnen Positionen nachzuziehen, steht der Unterschied dort als eigene Zeile „Nicht zugeordnet". Sie ist keine Position und bekommt deshalb kein Ziel. Für die Allokation und den Rebalancing-Plan wird ihr Betrag anteilig nach Wert auf die Positionen der Kategorie verteilt. Darüber steht der Hinweis „Einzelpositionen stimmen nicht mit der Gesamtsumme überein": Trag spätestens vor dem nächsten Rebalancing die genauen Werte aller Positionen im Snapshot ein. Solange es „Nicht zugeordnet" gibt, bleibt der Gesamtwert der Kategorie dabei fest: Jeder nachgetragene Wert verkleinert den Rest, und erreicht er 0 €, verschwindet die Zeile beim Schließen von selbst. Passen die genauen Werte nicht ganz zum Gesamtwert (etwa weil sich Kurse seitdem bewegt haben), entfernst du die Zeile mit ihrem ×; der Gesamtwert ist dann die Summe der Positionen.

Statt jede Position selbst auszurechnen, kannst du eine Vorlage anwenden, z. B. 70 % Industrieländer und 30 % Schwellenländer. Du ordnest jeder Position eine Rolle zu – kompoundr schlägt sie nach dem Namen vor –, und die Vorlage füllt die Unterziele aus. Mehrere Positionen in einer Rolle teilen sich deren Anteil nach ihrem heutigen Wert; eine Position ohne Rolle behält ihren Anteil. Danach kannst du jeden Wert von Hand ändern. Kommt später eine Position dazu, wende die Vorlage erneut an, sonst hat sie kein Ziel.

Zwei weitere Vorlagen richten sich nach der Wirtschaftsleistung statt nach dem Börsenwert. BIP-gewichtet teilt nach dem Anteil am Bruttoinlandsprodukt: Von der Wirtschaftsleistung der Länder, in die MSCI-World- und MSCI-Emerging-Markets-ETFs anlegen, entfallen 61 % auf Industrieländer und 39 % auf Schwellenländer (IWF, World Economic Outlook April 2026, Jahr 2025). Wie Gerd-Kommer-Index übernimmt die Aufteilung dieses Index: Er gewichtet jedes Land je zur Hälfte nach Börsenwert und BIP, höchstens aber mit dem Doppelten seines Börsenwert-Anteils. Daraus werden 82 % Industrieländer und 18 % Schwellenländer (Stand Juli 2026). Nach Börsenwert allein (MSCI ACWI IMI) sind es etwa 87 / 13. kompoundr aktualisiert die Zahlen einmal im Jahr; schon übernommene Unterziele ändern sich dadurch nicht, für die neuen Zahlen wendest du die Vorlage erneut an.

Rebalancing-Plan erstellen

Weicht deine Ist- von der Ziel-Verteilung ab, findest du den konkreten Umschichtungsplan auf der eigenen Seite Rebalancing — dort auch der Unterschied zwischen einer Einzahlungsempfehlung und einer vollständigen Neuausrichtung.

Eigene Kategorien: anlegen, umbenennen, ausblenden

Über das Regler-Symbol neben jeder Zeile im Editor „Zielgewichte bearbeiten" öffnet sich das Bearbeiten-Feld der Kategorie — auch bei eingebauten wie „Aktien": Name, Typ (Wachstum, Sicherheit oder Sonstige) und die Merkmale „Zählt nicht als FIRE-Kapital", „Nicht in der Allokation" und, bei eigenen Kategorien, „Immobilie" (was sie bewirken: Vermögens-Kategorien). Alles wirkt erst mit „Speichern". Bei eigenen Kategorien erreichst du dasselbe Feld auch im Snapshot-Editor über das Regler-Symbol neben ihrem Namen.

Ausblenden oder Löschen geht nur bei einem Zielgewicht von 0 % und ohne separates Ziel; hat die Kategorie schon einmal einen Wert getragen, warnt ein Hinweis vorher. Löschen gibt es nur hier — der Snapshot-Editor blendet eine eigene Kategorie bei 0 € nur aus. Ausgeblendete holst du unter „Ausgeblendete Kategorien" mit „Wieder einblenden" zurück. Eine ausgeblendete Kategorie verschwindet nie aus der Portfolio-Übersicht, solange sie im aktuellen Snapshot noch einen Wert trägt — Ausblenden versteckt nie echtes Vermögen, nur die Zeile in der Zielgewichte-Liste.

Mit „Eigene Kategorie hinzufügen" legst du eine neue an: Name, Typ (keiner vorbelegt) und dieselben Merkmale. Gibt es den Namen schon, sagt Kompoundr das unter dem Feld; ist die gleichnamige Kategorie ausgeblendet, kannst du sie dort direkt wieder einblenden.

Eine Kategorie von der Zielallokation ausnehmen

Manche Kategorien sollen im 100-%-Zielsystem gar nicht mitspielen — z. B. ein Privatdarlehen, das du nicht aktiv umschichten willst. Dafür gibt es unabhängig vom Ausblenden das Merkmal „Nicht in der Allokation" im Bearbeiten-Feld oder als Abkürzung das Symbol (⊘) direkt neben dem Prozent-Feld im Editor — das Symbol wirkt sofort: aktiviert, entfällt das Zielgewicht für diese Kategorie, sie bleibt aber ganz normal sichtbar. In der Übersichtstabelle zeigt sie weiterhin ihren Ist-Wert, aber statt Ziel und Abweichung steht dort „Wird nicht mitgerechnet" — sie löst also nie einen Rebalancing-Vorschlag aus.

Gold oder eine Reserve separat planen

Manche Sonstige-Klassen sollen ein festes Ziel haben, ohne im 100-%-Topf mitzuspielen: Gold als 6 % deines Vermögens, eine Reserve von 20.000 € für einen Umbau. Dafür gibt es in der Gruppe „Sonstige" des Editors neben jeder Zeile den Knopf „Separat": Die Klasse bekommt ein eigenes Ziel und zählt nicht zu Wachstum/Sicherheit. Das Ziel gibst du als Anteil der Basis (dein Vermögen ohne ausgenommene Klassen) oder als festen Euro-Betrag an. Die Zielgewichte der übrigen Klassen verteilen dann den Rest unter sich, dein Verhältnis Wachstum/Sicherheit bleibt davon unberührt. Eine separate Klasse hat wie jede andere Ziel, Abweichung und eine Zeile im Rebalancing-Plan; in der Tabelle steht an ihrem Ziel „separat". Übersteigen die separaten Ziele zusammen die Basis, kürzt kompoundr alle anteilig und sagt es dir.

Verwandte Artikel

  • Rebalancing-Plan — wie kompoundr aus der Abweichung einen konkreten Plan rechnet
  • Rebalancing — das Konzept dahinter: Zukauf vs. Umschichtung, wie oft sich rebalancen lohnt
  • Vermögens-Kategorien — was die eingebauten Kategorien bedeuten und wo die Grenzen liegen