Wachstum, Sicherheit oder Sonstige, und wie Kompoundr die Rendite einer Immobilie rechnet.
Jede Position in deinem Snapshot gehört zu einer Kategorie. Die Kategorie entscheidet unter anderem, ob ein Asset gegen dein 80/20-Ziel zählt und ob du dafür einen Sparplan oder einen Zinssatz hinterlegen kannst.

Diese Einteilung bestimmt deine Risikoverteilung (sichtbar z. B. in der Allokation) und welche Eingabe du in der Rendite-Erfassung siehst.
Einstandswert (optional): Trag bei ETFs, Aktien, Anleihen, Gold und Krypto ein, was du insgesamt für die Position bezahlt hast. So steht es im Depotauszug. Die App berechnet damit, welcher Teil deines Depots heute Gewinn ist, statt ihn aus „Bisher investiert" zu schätzen. Schon versteuerte Vorabpauschalen zählt sie nicht mit, die Steuer fällt dadurch eher etwas zu hoch aus.
Als Rendite einer Immobilie zählt die Wertänderung des Verkehrswerts, abzüglich dessen, was du in der Zeit hineingesteckt hast (Modernisierung, Zukauf). Weil du den Verkehrswert selbst schätzt, ist die Rendite nur so genau wie deine Schätzung.
In der Rendite-Erfassung legst du unter Immobilien für jede Immobilie ihre Nutzung fest: „Selbstbewohnt" oder „Vermietet". Bei einer vermieteten Immobilie wählst du unter Rendite, ob nur die Wertänderung zählt (Standard) oder auch die Miete („Mit Nettomiete"). Die Einstellung gilt für alle Snapshots, du triffst sie nur einmal. Im Snapshot trägst du dann unter „Nettomiete pro Monat" ein, was monatlich an Miete hereinkommt, abzüglich der Kosten, die du nicht auf die Mieter umlegen kannst. Kompoundr rechnet das auf die Zeit seit dem letzten Snapshot hoch und zeigt die Summe unter dem Feld an. Gab es Leerstand oder einmalige Kosten, trägst du über „Summe eingeben" den Betrag für den ganzen Zeitraum ein. Beim ersten Snapshot fehlt das Feld, weil es noch keinen Zeitraum davor gibt. Die Rendite-Übersicht zeigt dann „Wertänderung + Nettomiete laut deinen Angaben".
In deiner FIRE-Schätzung zählt die Miete weiter nur unter „Weitere Einkünfte", egal was du hier wählst — so zählt sie nicht doppelt.
Ändert sich der Verkehrswert, fragt der Bewegungs-Assistent, ob eine Modernisierung oder ein Zukauf dahintersteckt. Ist eine eingetragene Nettomiete auf ein Konto geflossen, wähle dort „Miete".
Bei der Risikoverteilung zählt deine Immobilie zu „Sonstige" — sie fließt informativ mit ins Vermögen, aber nicht in dein Wachstum/Sicherheit-Ziel.
Im FIRE- und Entnahme-Rechner zählt eine Immobilie dagegen gar nicht mit: Aus ihr lässt sich nicht Jahr für Jahr entnehmen, ohne sie zu verkaufen. Kompoundr zieht ihren Wert deshalb automatisch vom Startkapital ab — sichtbar als eigene Zeile im jeweiligen Rechner. Legst du eine eigene Kategorie für eine Immobilie an, markiere sie als „Immobilie" (beim Anlegen oder später), damit beides — Rendite als Wertänderung und FIRE-Ausschluss — genauso greift wie bei der eingebauten Kategorie.
Ist eine Immobilie finanziert, trägst du im Snapshot unter ihrem Wert die Restschuld ein: den offenen Kreditbetrag zum Stichtag. Als Wert der Immobilie bleibt der Verkehrswert stehen. Hast du die Immobilien in Positionen aufgeteilt, steht das Restschuld-Feld je Position unter „Positionen bearbeiten“. Auf dem Portfolio zeigt die Immobilien-Zeile dann Restschuld und Eigenkapital. Beim nächsten Snapshot ist die Restschuld vorbefüllt, du passt sie nur an den neuen Stand an.
Ins Gesamtvermögen zählt die Immobilie mit ihrem Eigenkapital. Was du tilgst, rechnet Kompoundr als Eigenleistung, nicht als Rendite.
Die Rendite rechnet Kompoundr auf den Verkehrswert, nicht auf dein Eigenkapital. Tilgst du außer der Reihe aus einem anderen Topf, wähle dort im Assistenten „Sondertilgung".
Andere Schulden (etwa Konsumkredit oder Dispo) kennt Kompoundr noch nicht. Die Summe einer Kategorie darf deshalb nicht unter 0 € liegen: Eine benannte Position mit negativem Wert ist nur erlaubt, solange die Kategorie insgesamt im Plus bleibt. Sonst weist Kompoundr das Speichern mit einem Hinweis unter der Kategorie ab.
Jede Klasse, eingebaut oder eigen, kann Merkmale tragen, die festlegen, wo sie mitzählt:
Merkmale setzt du beim Anlegen einer eigenen Klasse oder später im Bearbeiten-Feld der Klasse: in der Allokation über das Regler-Symbol an der Zeile, bei eigenen Klassen auch im Snapshot-Editor über das Regler-Symbol neben ihrem Namen. Änderungen wirken erst mit „Speichern". „Zählt nicht als FIRE-Kapital" setzt Kompoundr nie von sich aus, auch nicht bei der eingebauten Lebensversicherung — sonst würde sich dein FIRE-Datum still verschieben.
Wächst ein Vorsorgevertrag, heißt der Knopf im Bewegungs-Assistenten „Beitrag" statt „Eingezahlt": Eigenbeitrag und Arbeitgeberanteil zusammen, er zählt als Eigenleistung. Auch „Vorsorgevertrag" setzt Kompoundr nie von sich aus; bis Oktober 2026 hing der Knopf am Merkmal „Zählt nicht als FIRE-Kapital", eine bAV zeigt ihn erst wieder, wenn du „Vorsorgevertrag" anhakst. Hinterlegst du stattdessen eine Sparrate, trag dort den monatlichen Gesamtbeitrag inklusive Arbeitgeberanteil ein — dann fragt der Assistent gar nicht erst.
Passt nichts aus der Liste (z. B. ein Oldtimer oder ein Geschäftsanteil), legst du im Snapshot-Editor oder in der Allokation eine eigene Kategorie an: Name, Typ und auf Wunsch Merkmale (siehe oben). Einen Typ wählst du selbst, vorbelegt ist keiner:
Eine eigene Kategorie ist auch der Weg für einen Sammeltopf: Die eingebaute Klasse „Sonstiges" zeigt Kompoundr nur, wenn ein Snapshot schon Werte darin hat (etwa aus einer eingespielten Sicherung).
Sparrate, Zinssatz oder Ertrag hinterlegst du danach über den Link unter der Zeile, sobald ein Wert steht; steht schon etwas, sagt der Link es mit Datum („Ertrag hinterlegt · seit 06/2024 →"). Die Kategorie erscheint dauerhaft neben den eingebauten.
Gibt es den Namen schon, sagt Kompoundr das direkt unter dem Feld und legt nichts an; Groß-/Kleinschreibung und Umlaute zählen dabei nicht („Öl & Gas" = „oel-gas"). Ist die gleichnamige Kategorie nur ausgeblendet, kannst du sie dort mit „Wieder einblenden" zurückholen.
Ausblenden oder löschen: Steht eine eigene Kategorie im Snapshot-Editor auf 0 €, kannst du sie mit „Ausblenden" aus der Liste nehmen — ohne Rückfrage, denn nichts geht verloren: Alte Snapshots behalten ihre Werte, und in der Allokation holst du sie unter „Ausgeblendete Kategorien" zurück. Trägt die Kategorie ein Zielgewicht oder ein separates Ziel, setzt du das zuerst in der Allokation auf 0. Endgültig löschen kannst du eine eigene Kategorie nur in der Allokation; hat sie schon Werte getragen, fragt Kompoundr vorher nach.