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Rebalancing-Plan: Einzahlung verteilen oder alle Positionen rebalancieren

Wie kompoundr aus deiner Abweichung einen konkreten Plan rechnet, was die beiden Modi unterscheiden und wie du ihn in einem neuen Snapshot übernimmst.

Auf der Seite Rebalancing (/app/rebalancing) rechnet kompoundr aus deiner Abweichung von der Allokation einen konkreten Umschichtungsplan.

Wo die Seite liegt

Der übliche Einstieg ist der Abweichungs-Hinweis auf der Allokation-Seite, sobald eine Kategorie mehr als deine eingestellte Toleranz vom Ziel abweicht. Über die Sidebar liegt Rebalancing in der Gruppe „Planung"; mobil findest du sie im Mehr-Menü, nicht in der Navigationsleiste — sie ist eine gelegentliche Handlung, kein Dauerblick wie die Allokation selbst.

Die Toleranz

Unterhalb der eingestellten Toleranz (Standard ± 2 Prozentpunkte, einstellbar auf der Allokation-Seite) schlägt kompoundr bewusst nichts vor — kleine Abweichungen sind normal und jede Umschichtung kostet mindestens Aufwand, oft auch Spesen oder Steuern. Die Bandbreiten-Methode dahinter erklärt der Artikel Rebalancing im FIRE-Handbuch.

Neue Einzahlung verteilen

Reine Käufe: ein von dir eingegebener Betrag fließt ausschließlich in unterbewichtete Kategorien, proportional zu ihrem Fehlbetrag. Reicht die Einzahlung aus, um jede unterbewichtete Kategorie exakt auf ihr Ziel zu bringen, verteilt sich der Rest anteilig nach Zielgewichten auf das ganze Portfolio weiter — nichts bleibt ungenutzt liegen. Es wird nichts verkauft, es fällt also auch keine Steuer an.

Alle Positionen rebalancieren

Verkauft übergewichtete und kauft unterbewichtete Kategorien, bis jede exakt auf ihrem Ziel steht — in einem Schritt. kompoundr rechnet dabei keine Steuern mit: Verkäufe im Depot können Kapitalertragsteuer auslösen, das solltest du vor der Umsetzung selbst prüfen.

Unterpositionen zählen automatisch mit

Hast du für eine Kategorie Unterpositionen aktiviert (z. B. einzelne ETFs innerhalb "ETFs") und mit Zielwerten befüllt, bezieht der Plan sie automatisch mit ein — eine eigene Auswahl ist dafür nicht nötig. Statt einer einzelnen Zeile für die Kategorie zeigt der Plan dann ihre einzelnen Positionen, eingerückt unter dem Kategorie-Namen; beide Modi rechnen dabei konsequent gegen das Gesamtportfolio, nicht nur gegen die einzelne Kategorie. Kategorien ohne Unterpositionen bleiben unverändert eine einzelne Zeile. Den schnelleren Einstieg von der Allokation-Seite aus gibt es weiterhin: im aufgeklappten "Unterpositionen aktiv"-Block einer Kategorie führt „Rebalancing-Plan öffnen" direkt zur Moduswahl.

kompoundr bucht nichts bei deiner Bank

Der Plan ist eine Anleitung, keine Ausführung. Kauf- und Verkaufsaufträge gibst du bei deiner Bank oder deinem Broker auf.

Änderung in neuen Snapshot übernehmen

Jede Zeile des berechneten Plans hat eine Checkbox, standardmäßig alle angehakt. Ein Klick auf „Snapshot speichern" legt einen neuen Snapshot mit heutigem Datum an: angehakte Zeilen bekommen ihren neuen (Ziel-)Wert, abgehakte bleiben beim alten Stand — so lässt sich ein Plan auch teilweise übernehmen, etwa wenn du bislang nur einen Teil der Umschichtung bei deiner Bank ausgeführt hast. Das Datum „Zuletzt übernommen" wird dabei mitgesetzt.

Bei Kategorien ohne aktive Unterpositionen landet der neue Wert als eigene, automatisch verwaltete Position „Differenz (nicht zugeordnet)" im Snapshot — derselbe Mechanismus wie beim direkten Ändern eines Kategorie-Gesamtwerts im Snapshot-Editor.

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