Kompoundr
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Kompoundr-Hilfe

Wie funktionieren Sparpläne & Zinssätze in der Rendite-Erfassung?

Was du in der Rendite-Erfassung einträgst, und warum sich der Aufwand für deine Rendite-Genauigkeit lohnt.

In der Rendite-Erfassung hinterlegst du pro Vermögens-Topf, wie sich dein Geld dort zwischen deinen Snapshots bewegt hat — nicht nur den Endstand. Das ist die Datengrundlage für exakte Renditeberechnung statt einer groben Näherung.

Sparplan, Zinssatz oder Ertrag — was gilt wofür?

Welche Eingabe du siehst, hängt von der Anlageklasse ab:

  • Wachstums-Assets (ETFs & Aktien, Anleihen, Gold, Krypto) → Sparplan
  • Sichere Anlagen (Tagesgeld, Girokonto & Co.) → Zinssatz
  • Eigene Klassen vom Typ Sonstige → Ertrag (unten)

Das ist keine Wahl, sondern fest an die Kategorie gekoppelt — bei Wachstums-Assets kennt Kompoundr keinen sinnvollen Zinssatz, bei Tagesgeld keinen Sparplan.

Immobilien stehen in keiner dieser Gruppen: Für sie passt weder Sparplan noch Zinssatz. Ihre Rendite ist die Wertänderung des Verkehrswerts, geklärt über den Bewegungs-Assistenten; in der Rendite-Erfassung stehen sie deshalb unter „Immobilien". Dort legst du für jede Immobilie fest, ob sie selbst bewohnt oder vermietet ist und ob die Miete in ihre Rendite zählt (Details: Vermögens-Kategorien).

Ein Sparplan hat zwei unabhängige Teile

  • Regelmäßige Raten — monatliche Beträge, jeweils gültig ab einem bestimmten Datum.
  • Einmalzahlungen — einzelne Ein- oder Auszahlungen zu einem bestimmten Datum, etwa ein Bonus, der investiert wurde, oder eine größere Entnahme.

Beide Teile zählen zusammen, nicht alternativ — eine laufende Rate und gelegentliche Einmalzahlungen schließen sich nicht aus.

Sparplan eines Topfs: regelmäßige Raten oben, Einmalzahlungen darunter. (Beispieldaten)
Sparplan eines Topfs: regelmäßige Raten oben, Einmalzahlungen darunter. (Beispieldaten)

Mehrere Sparraten gleichzeitig in einem Topf

Bespart du innerhalb einer Kategorie mehrere Dinge parallel — etwa zwei ETFs in deinem Depot, die du in Kompoundr nicht einzeln als Positionen führst — legst du dafür mehrere Sparraten nebeneinander an. Jede bekommt einen eigenen Namen („ETF A", „ETF B") und eine eigene Rate; Kompoundr rechnet mit der Summe.

Jede dieser Sparraten hat ihre eigene Historie: Hat sich der Betrag einer davon im Lauf der Zeit geändert, fügst du innerhalb dieser Sparrate eine weitere Rate mit neuem Startdatum hinzu — die alte gilt bis dahin automatisch weiter, die anderen Sparraten bleiben davon unberührt.

Wichtig für die Genauigkeit: Trag bei jeder Sparrate das tatsächliche Startdatum ein, auch wenn es weit in der Vergangenheit liegt. Beginnt eine Sparrate mitten in einem Snapshot-Zeitraum, kann Kompoundr für diesen einen Zeitraum nicht sagen, ob davor schon gespart wurde — der Topf fällt dann für diesen Zeitraum auf eine Näherung zurück, statt eine womöglich zu niedrige Rendite auszuweisen.

Ein Zinssatz kann sich ebenfalls über die Zeit ändern

Genau wie bei der Sparrate trägst du hier einen Zinssatz p.a. ab einem Datum ein. Hat deine Bank die Konditionen geändert oder bist du zu einem anderen Anbieter gewechselt, ergänzt du einfach einen weiteren Eintrag mit dem neuen Zinssatz und Startdatum.

Ertrag — die dritte Herleitung

Für eigene Klassen vom Typ Sonstige (Beteiligungen, Sammlerstücke, Staking, P2P) passt weder Sparrate noch Zinssatz. Hier sagst du Kompoundr einmal, ab wann der Zuwachs als Ertrag und Wertentwicklung zählt, und trägst Käufe und Verkäufe einzeln ein.

Dafür steht in der Rendite-Erfassung die Kachel „Sonstige · Ertrag": Ein Klick auf „Ertrag hinterlegen →" öffnet das Feld „Gilt seit" (vorbelegt mit deinem ältesten Snapshot dieser Klasse) und darunter die Liste „Käufe und Verkäufe". Schneller geht es im Bewegungs-Assistenten: Ist so eine Klasse gestiegen, wähle „Ertrag" und darunter „Für diese Klasse merken?" — ab diesem Zeitraum fragt der Assistent für die Klasse nicht mehr nach. Zeiträume vor dem Startdatum bleibt Kompoundr ohne Rendite, statt einen früheren Kauf still als Rendite zu zählen.

Unabhängig davon kannst du bei jedem Snapshot den Ertrag des Zeitraums angeben — Dividenden, Ausschüttungen, Zinsen, Rewards — und ob er im Topf geblieben oder ausgezahlt ist. Ausgezahlte Erträge zählen zur Rendite der Klasse, aus der sie kommen; landen sie auf einem Konto, wählst du dort im Bewegungs-Assistenten „Ausschüttung".

Das Feld steht im Snapshot unter der Klasse, hinter „Ertrag erfassen →" — bei Klassen mit Sparplan und bei eigenen Klassen vom Typ Sonstige. Töpfe mit Zinssatz haben es nicht, dort ist der Zins der Ertrag; Immobilien auch nicht, dort ist es die Nettomiete.

Muss ich das rückwirkend lückenlos eintragen?

Nein — je vollständiger, desto genauer wird deine Rendite, aber auch eine grobe Annäherung ist besser als nichts. Am wichtigsten sind Änderungen nach deinem letzten Snapshot: Trag sie zeitnah ein, dann rechnet Kompoundr beim nächsten Snapshot automatisch mit den echten Zeitpunkten statt mit einer Näherung.