6 % Rendite bei 3 % Inflation sind real nur rund 3 % — wer das übersieht, unterschätzt sein FIRE-Ziel und überschätzt, wie weit sein Vermögen später reicht.
Eine Rendite von 6 % klingt nach einem festen Versprechen — ist aber nur die halbe Rechnung. Zieht die Inflation in derselben Zeit 3 % Kaufkraft ab, bleiben real nur rund 3 % übrig. Für FIRE zählt am Ende ausschließlich die reale Rendite: was dein Vermögen an tatsächlicher Kaufkraft dazugewinnt, nicht der nominale Prozentwert auf dem Kontoauszug.
Fehler 1: In der Ansparphase mit der nominalen Rendite rechnen, aber das heutige Zielvermögen als feste Zahl einfrieren. Erreichst du „1.000.000 €" erst in 20 Jahren, kaufen diese 1.000.000 € dann spürbar weniger als heute — das Ziel selbst hätte mitwachsen müssen.
Fehler 2: Ansparphase und Entnahmephase mit unterschiedlichen Maßstäben rechnen — einmal nominal, einmal real. Entscheidend ist nicht, welchen der beiden Maßstäbe du wählst, sondern dass du ihn konsequent auf beide Seiten anwendest.
Die sichere Entnahmerate ist von Haus aus eine reale Größe: Die Entnahme wird jedes Jahr um die Inflation angehoben, damit die Kaufkraft der Entnahme über Jahrzehnte gleich bleibt. Wer seine Ansparphase nominal plant, aber die Entnahmephase real, vergleicht am Übergang zwei unterschiedliche Maßstäbe — und wundert sich über eine Lücke, die es rechnerisch gar nicht geben müsste.
Der FIRE-Rechner hat ein eigenes Inflations-Eingabefeld, das direkt in die Hochrechnung einfließt — Ziel und Entnahme wachsen darin konsistent mit. Für einen schnellen Überblick, was ein Betrag heute in x Jahren real noch wert ist, rechnet der Zinseszins-Rechner das über den Schalter „Inflation berücksichtigen" direkt aus (Ausgabe „Kaufkraft heute").